MPU, medizinisch-psychologische Untersuchung oder Fahreignungsbegutachtung in einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF):
Mythos MPU - wer an diesem Punkt steht, zur MPU zu müssen und sich nun informieren möchte, findet zu diesem Thema Unzähliges an Literatur und Online-Informationen.
Leider nicht nur wahrheitsgemäße Darstellungen, sondern vielfach Schreckgespenster, die dazu führen, dass die Verunsicherung eher wächst.
Lassen Sie sich nicht abschrecken von Einzelmeinungen oder frustrierten Absolventen. Informieren Sie sich bei einem kompetenten Partner in Fragen der Begutachtung und Sie werden feststellen: auch hier wird nur mit Wasser gekocht!
Wie kommt es zur MPU und warum ist eine professionelle Beratung wichtig?
2. Eignung selbst in Frage gestellt
4. Professionelle Hilfe als Vorbereitung
8. Nepper, Schlepper, Bauernfänger
Jeder Fahrerlaubnis-Erstbewerber bekommt bei der Erteilung des Führerscheins einen Vertrauensbonus hinsichtlich seiner Eignung zum Führen eines Kfz.
Wer diesen Vertrauensbonus verwirkt hat, z. B. durch Alkohol/Drogen am Steuer, oder durch hartnäckiges Punktesammeln, hat es schwer, dieses Vertrauen in seine Eignung zurück zu gewinnen.
Die MPU wurde seinerzeit hauptsächlich konzipiert und etabliert, um charakterlich ungeeignete Verkehrsteilnehmer auszufiltern.
Im Falle von Alkohol am Steuer lässt sich das sehr schön auf den Punkt bringen: "Die MPU dient dazu, herauszufinden, ob der Bewerber ein trinkender Fahrer oder ein fahrender Trinker war."
Durch seine Auffälligkeit hat der Verkehrsteilnehmer seine Eignung selbst in Frage gestellt.
Immerhin hat er erhebliche bzw. wiederholte Alkoholmengen zu sich genommen und damit fahrlässig die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf genommen.
Oder er hat durch Drogenkonsum bzw. durch überdurchschnittliches Überschreiten von Verkehrsvorschriften andere gefährdet.
Die Straßenverkehrsbehörde hat daraufhin das Vertrauen in seine verkehrsrelevante Zuverlässigkeit verloren.
Als Punktesammler hat er sich als unbelehrbar bzw. unfähig, aus seinen Fehlern zu lernen, selbst dargestellt.
Als Alkohol- oder Drogenkonsument handelte er verantwortungslos.
Die MPU bietet nun die Chance, die FE-Behörde nach einer gewissen Zeit der Überarbeitung und Verbesserung der eigenen Einstellung, vom (Wieder-) Erwerb der Eignung zu überzeugen.
Keineswegs ist die MPU eine weitere Strafe!
Die MPU will nicht bestrafen, sondern die (wieder-) erlangte Eignung feststellen.
Wird die Eignung festgestellt, kann der Klient wieder seinen Führerschein erwerben bzw. zurückerhalten.
Kann die Eignung nicht festgestellt werden, so hat sich der Klient nicht (genügend) gewandelt.
Gewissermaßen bestraft ihn die MPU für den Nichtvollzug einer notwendigen Wandlung, keineswegs aber für eine vorangegangene Auffälligkeit, für die der Klient ja auf andere Weise bereits bestraft wurde.
Sehen Sie den Gutachter als Ihren Partner, der als Dienstleister mit Ihnen gemeinsam die FE-Behörde davon überzeugen will, dass die verwaltungsrechtlich aufgekommenen Fahr-Eignungs-Zweifel beseitigt wurden.
Geben Sie ihm die Chance dazu.
Möglichst frühzeitig nach dem Fahrerlaubnisentzug sollte der Betroffene ein erstes Gespräch mit einem Verkehrspsychologen oder Verkehrstherapeuten suchen. So können die Weichen frühzeitig richtig gestellt werden!
Es wäre doch schade, wenn der Klient den Gutachter nur deshalb von seiner Wandlung nicht überzeugen kann, weil z. B. eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte fehlt, seine Beteuerung der Abstinenz alleine nicht erfolgversprechend ist oder aber die Darstellung, wie er sein Verhalten derart umgestalten konnte, so dass er wieder angemessen am Straßenverkehr teilnehmen kann.
Es ergeben sich in jedem Fall viele verschiedene Fragestellungen, -die- werden Sie nicht aufgearbeitet, nicht zu einer positiven Begutachtung führen können.
Ein professioneller Berater hilft Ihnen auf alle Ihre persönlichen Fragen und Probleme die passende Antwort bzw. Lösung zu finden.
Der Gutachter sieht sich immer wieder in der Position des Belogenen und des Buhmannes.
Seine Klienten schildern ihm, Veränderungen vorgenommen zu haben, doch nur die wenigsten haben dies tatsächlich (oder gar richtig) umgesetzt. Aus diesem Grund forscht der Gutachter stets nach vorausgegangenen Erfahrungen, Erkenntnissen und Einsichten, die die Veränderungen bewirkt haben und deckt somit häufig Ungereimtheiten in der (neueren) Lebensgeschichte sowie Falschaussagen auf.
Dabei ist dem Gutachter auf keinen Fall daran gelegen, Sie auf`s Glatteis zu führen. Dennoch hat er die Aufgabe, die Gefahr, die erwiesenermaßen von Ihnen im Straßenverkehr ausgeht, auszuschließen, sofern diese weiter bestehen würde. Führt der Verlust des Führerscheins beim Klienten nicht zum Nach- bzw. Umdenken, so wird der Gutachter ihm auch kaum ein "Unbedenklichkeitsattest" für das Fahren von Fahrzeugen im Straßenverkehr ausstellen können.
Es ist nicht sinnvoll, dem Gutachter mit Lügen und Ausreden zu begegnen. Sie können davon ausgehen, dass diese aufgedeckt werden, da ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Änderung der eigenen Handlungen nicht auf einer Lüge aufzubauen ist.
Der eigene Wandlungsprozess ist ein langer und häufig auch beschwerlicher Weg, über den es viel zu berichten gibt. Sicherlich wird der Gutachter von Ihnen eine "Wegbeschreibung" fordern, die Sie ihm, zumindest logisch und schlüssig nur geben können, wenn Sie den Weg, in welcher Form auch immer, einmal beschritten haben.
All diese Wege, Erkenntnis- u. Wandlungsprozesse, ohne professionelle Unterstützung richtig (nach-) vollziehen zu können, ist wohl nur wenigen möglich.
Wie die meisten Menschen einen Rechtsweg nicht ohne Anwalt beschreiten, so sollte eine MPU nicht ohne die Unterstützung eines Verkehrspsychologen oder -therapeuten angegangen werden.
Sie haben bereits ein negatives Gutachten erhalten?
Nun, wenn Sie clever sind und den Inhalt des Gutachtens Ernst nehmen, dann wissen Sie nun, dass und im besten Fall auch was Sie ändern müssen, um am Straßenverkehr wieder teilnehmen zu können.
Suchen Sie sich beratende Unterstützung um die Punkte, die den Gutachter zu seiner negativen Einschätzung gebracht haben, aufzuarbeiten. Dann steht einem folgenden positiven Gutachten nichts mehr im Wege.
Eine andere Möglichkeit wäre, direkt im Anschluss an die negative MPU zu einer anderen Begutachtungsstelle zu gehen, um es dort noch einmal zu versuchen.
Da es sich bei den MPI' s um am Markt konkurrierende Wirtschaftsunternehmen handelt, lässt das neu gewählte MPI den Klienten sicherlich auch antreten, damit ein Stück dieses "Kuchens" auch hier hängen bleibt... .
Allerdings ist der Misserfolg bereits vorprogrammiert, da zwar der Gutachter ein anderer ist, aber die Aufgabenstellung und die eigene Geschichte immer noch die gleiche.
Dem dritten Gutachter aber ist dann die Schwelle, die er (oder besser: der Klient!!!) überwinden muss, nur unnötig erhöht, denn zwei negative Gutachten wiegen eben mehr als nur eines und eine zum dritten Mal zum Besten gegebene halbgare Lebensgeschichte wird sicher durch die Häufigkeit des Erzählens nicht besser....
Die Psychologie geht von Mindestzeiträumen aus, die für eine nachhaltige und dauerhafte Wesensänderung notwendig sind. Unter Inanspruchnahme professioneller Hilfe ließe sich der Zeitrahmen verkürzen. Nur der psychologische Profi kann hier kompetent wirken.
Vielfach schicken Profis anderer Disziplinen - oder Laien - die Leute auf den falschen Weg, z.B. den Rechtsweg.
Hat ein Gutachter ein negatives Gutachten erstellt, weil Ihre Eignung nicht ausreicht, gibt es i.d.R. keine juristische Möglichkeit, Ihre Eignung auf dem Rechtsweg herzustellen.
Das sollten Sie bedenken!
Es gibt Anwälte, die empfehlen ihren Klienten den zuständigen psychologischen Weg, verzichten dabei sogar auf eigenen Umsatz, gewinnen oder stärken aber so das Vertrauen ihrer Mandanten in die Person und die Kompetenz ihres juristischen Beraters.
Leider tummeln sich in der MPU-Vorbereitung viele schwarze Schafe.
So ist z.B. der Begriff "Verkehrstherapeut" (noch) nicht gesetzlich geschützt und auch das Berufsbild wurde erst kürzlich etabliert. "Verkehrstherapeut" kann sich also theoretisch (noch) jeder nennen, auch wenn ihm Therapie auszuüben untersagt ist.
Und mancher tut es trotzdem, ohne qualifiziert zu sein.
Auch gibt es qualifizierte "Verkehrstherapeuten", die mehr am eigenen Umsatz denn an der tatsächlichen therapeutischen Arbeit interessiert sind.
Fragen Sie nach der Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeiter, sollten Sie unsicher sein, ob Sie kompetent beraten werden.
Professionelle Beratungsunternehmen geben -im Gegensatz zu schwarzen Schafen- gerne kostenlos Auskunft.
Allerdings -und das müssen wir hier auch mal sagen- ist eine erste kostenlose Auskunft in der Zeit und der Intensität begrenzt. Wir können am Telefon keine komplette MPU-Vorbereitung -mal eben und kostenlso- geben und verweisen auf das kostenfreie Erstgespräch (15 - 30 Min).
Der Fachbereich der Fahreignungsdiagnostik hat sich alleine im letzten Jahr deutlich entwickelt.
So wurden bspw.
Wir bieten ab März 2009 folgende neue Gruppenseminare an: